Grundschule im Werksviertel, München

Im Münchener Stadtteil Berg am Laim entsteht ein urbanes Stadtquartier. Das Werksviertel, wie das rund 39 Hektar große Areal am Ostbahnhof genannt wird, soll modernes Leben, Wohnen und Arbeiten miteinander verbinden.

Hier trifft alt auf innovativ, Industriegebiet auf Neubauprojekt. Ende der 1940er Jahre eröffnete die Firma Pfanni ihren Sitz in München und produzierte dort bis zu ihrem Umzug in den späten 90er Jahren ihre zahlreichen Kartoffelprodukte. Kurz vor der Jahrtausendwende öffneten auch hier zahlreiche Clubs ihre Pforten und bald darauf entwickelte sich das ehemalige Industriegebiet zu einem Freizeit- und Partygelände. Die Stadt München legte im Jahr 2016 den Grundstein für das Werksviertel und begann mit der Umgestaltung des Areals.

Die rund um das Werksviertel-Mitte gebauten 1.250 Wohnungen sowie eine neue Grundschule an der Haager Straße machen das Quartier komplett. Um den gegebenen Platz für den Schulbau besonders effizient zu nutzen, wurde das Schulgebäude auf der Sporthalle errichtet. Der Pausenhof umfasst ein Rasenspielfeld sowie einen Allwetterplatz zur sportlichen Bewegung.

Für die Planung des Schulhofs war das Münchener Büro Stautner + Schäf Landschaftsarchitekten und Stadtplaner verantwortlich. Die Wahl des Materials war ein Kriterium, was für die Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten schnell klar war. Um den industriellen und innovativen Charme des Werksviertels aufzugreifen, sollten die Spielgeräte aus Stahl gefertigt sein, was außerdem der Langlebigkeit zugutekommt. Im Allgemeinen müssen Spielgeräte auf einem Pausenhof die Anforderungen erfüllen, dass möglichst viele Kinder unterschiedlichen Alters in kurzer Zeit gleichzeitig darauf spielen können. Zudem wurde für die moderne Grundschule auch ein ästhetischer Anspruch an die Geräte gestellt. Mit diesen Vorstellungen fiel die Wahl des Architekturbüros auf die Berliner Seilfabrik. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Creative Center entstanden unterschiedliche, farbenfrohe Spielgeräte und Spielpunkte, die die Schüler:innen in der Pausenzeit zu Bewegung animieren und zudem für Aufsichtspersonen aufgrund der Transparenz gut einsehbar sind.

Auf die Kinder wartet unter anderem ein 12 Meter langer, aufgeständerter Netztunnel, durch den sie eine begrünte Fläche hoch- oder hinunterklettern können. Petra Stautner, Landschaftsarchitektin von Stautner + Schäf verrät: „Die Planung sah ursprünglich vor, dass der Tunnel durch den vorhandenen Baumbestand der grünen Insel hindurchführen sollte. Das hätte den Kindern das besondere Erlebnis beschert, mitten durch die Baumkronen klettern zu können. Bei der Kampfmittelräumung, die standardmäßig vor dem Neubau der Schule durchgeführt wurde, mussten die vorhandenen Bäume allerdings beseitigt werden, da sich im Wurzelbereich Verdachtsflächen befanden.“

Die Berliner Shout-Struktur in Form eines vierblättrigen Kleeblatts ist nicht nur durch sein knalliges Orange ein weiteres Highlight. Richtig deutlich wird die Form aus der Vogelperspektive, wie hier zu sehen am Cloverwood am Rathausplatz in Hamm. Dieses Spielgerät mit einem Rahmen aus Brettschichtholz war Grundlage für die Planung des Spielgeräts für die Grundschule an der Haager Straße.

Auf dem zwischen gebogenen Stahlrohren gespannten Flächennetz können die Schüler:innen auf bis zu knapp 3 Meter hoch klettern. Kletterseile und Gummimatten mit Griffen runden dieses skulpturale Gerät ab. Die Form des Kleeblatts hat bei der Berliner Seilfabrik eine lange Tradition. Der Kleeblattring aus Aluminium war eine Idee des Gründers Karl Köhler, der die Seile im Raumnetz, ohne Fingerfangstellen zu offenbaren, an den Seilkreuzungspunkten bestmöglich fixiert, und dennoch eine Austauschbarkeit der einzelnen Seilstränge garantiert.

Das Besondere aller Klettergerüste der Berliner Produktgruppe Twist & Shout ist der patentierte Charlotte Connector, der die Seile ohne Verpressungen oder Haken im Rohr verschwinden lässt und somit als sicheres Befestigungs- und Spannsystem dient. Auch Schweißösen sind dadurch überflüssig, was das Rohr unanfällig für Korrosion macht. Der Charlotte Connector ist das einzige Verbindungselement weltweit, das nicht nur die einzelnen Seile direkt an den Pfosten und an die Rohre anschließt und so als Seilbefestigung dient, sondern gleichzeitig auch ein Nachspannen ermöglicht.

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